Die in Los Angeles lebenden Künstler Alexis Branger und Devin Andersen bilden das gemeinsame Büro ABDA Collective. Alexandra (Alexis) Branger, Jahrgang 1989, ist eine gebürtige Los Angeleserin der ersten Generation mit Wurzeln in Kolumbien und Venezuela und hat einen Bachelor of Fine Arts (BFA) in Industriedesign vom Otis College of Art & Design. Devin Andersen, Jahrgang 1989, stammt aus Milwaukee, Wisconsin, und hat einen Bachelor of Fine Arts in Malerei vom Otis College of Art & Design. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Die Kunst ist seit unserer Kindheit ein wichtiger Teil unseres Lebens.
(Alexis) Seit ich etwa fünf Jahre alt war, begann ich bei der Arbeit meiner Schwester in einem Filmentwicklungsgeschäft Selbstporträts vor dem Spiegel zu zeichnen. Als meine Schwester mein Interesse an Kunst bemerkte, kam sie auf die Idee, mich in einen örtlichen Kunstkurs zu schicken, um mir die verschiedenen Fähigkeiten und Techniken zu vermitteln, die zu meiner späteren künstlerischen Tätigkeit führen sollten.
(Devin) Als ich aufwuchs, war meine Tante Bühnenbildnerin und malte Theaterkulissen, Kunstoberflächen und Wandgemälde. Mein Vater war ebenfalls Zeichner, daher war ich schon in jungen Jahren mit künstlerischem Ausdruck vertraut und wusste, dass ich mein Leben lang Kunst machen wollte.
Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Was macht Ihre Kunst besonders?
Stilistisch greift unsere Arbeit auf viele verschiedene Epochen, Stile und Klassifikationen der Kunst zurück. Sie ist eine eklektische Mischung aus historischem Wissen, Technik, Vorlieben und Meinungen. Unsere strukturellen Abstraktionen orientieren sich an unserem Hintergrund in der Bühnenmalerei und im Tischlerhandwerk, während unsere traditionell gerahmten Gemälde vom malerischen Expressionismus, der Collage und dem Postvandalismus beeinflusst sind. Wie gehen Sie bei der Entwicklung Ihrer Arbeit vor?
Jede Serie oder jedes Projekt ist in der Entwicklung etwas anders. Normalerweise beginnt der Prozess damit, dass einer von uns eine Idee hat und sie dem anderen vorstellt. Sobald wir uns auf Material, Maßstab und Technik der Serie geeinigt haben, beginnen wir mit den digitalen Skizzen und greifen dabei auf unsere fotokopierte Formenbibliothek und unser visuelles Lexikon zurück. Wer oder was beeinflusst Sie?
(Alexis) Mein lateinamerikanischer Hintergrund prägt mich. Insbesondere die Landschaften, die lebendigen Textilien lokaler Kunsthandwerker, die historische Architektur, Pflanzen und Musik. Ich lasse mich von Künstlern wie Clyfford Still, Helen Frankenthaler, Agostino Iacurci und Designern wie Charles und Ray Eames und Alex Proba inspirieren.
(Devin) Ich bin von unzähligen international bekannten Künstlern beeinflusst, darunter Urs Fischer, Philip Guston, Peter Saul, Neigel Cooke, Thomas Hirschhorn und Gerhard Richter. Auch die Kunstszene von Los Angeles mit Künstlern wie Alex Andrew Sanchez, Jacky Perez, Daniela Soberman und vielen anderen war in den letzten Jahren eine wichtige Inspiration für mich. Chaotische Musik-Noise-Kompositionen und alltägliche Reparaturen wie geflickter Beton oder polierte Graffiti beeinflussen mich ebenfalls stark.
Was planen Sie als Nächstes?
Derzeit erweitern wir unser Angebot an Kunstwerken und starten unser Geschäft für Tufting, Haushaltswaren und Produktionskunst. Wir arbeiten sowohl in der Werbe- und Filmbranche als auch im Bereich der bildenden Künste und freuen uns daher sehr, beide Welten in einer gemeinsamen Praxis zu vereinen. Instagram