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Fünf Fragen an Karin Czermak

Fünf Fragen an Guillaume Caron Du liest Fünf Fragen an Karin Czermak 4 Minuten Weiter Fünf Fragen an SANTI

Karin Czermak, geboren 1977 in Steyr, ist eine in Österreich lebende Künstlerin. Sie studierte Bildende Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Universität Lappland in Rovaniemi. Karins Arbeiten sind von der Natur inspiriert. Ihre Gemälde basieren auf zahlreichen Skizzen im Freien und sind eher eine Darstellung des Gefühls einer Landschaft als eine Aufzeichnung des Sehens. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Seit meiner Kindheit liebe ich es, mich künstlerisch auszudrücken – Tanz, Musik, Fotografie, Malerei usw. Ich bin aufgewachsen, habe die Welt bereist und neue Kulturen und Orte erkundet – mit dem immer stärker werdenden Wunsch, die Schönheit dieser Orte einzufangen. Schnell entdeckte ich die Kraft des Skizzierens und Malens als Werkzeuge, um nicht nur die Außenwelt zu dokumentieren, sondern vielmehr emotionale und visuelle Erinnerungen zu schaffen. So fing für mich alles an.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Was macht Ihre Arbeit besonders?

Meine Arbeit ist in der Natur verwurzelt, geht aber über die Darstellung einer Landschaft als solcher hinaus. Ich verwende lockere Pinselstriche, kombiniert mit gestischen Pastellstrichen, um meine ganz eigene Vision eines Ortes neu zu erfinden. Mein Ziel sind atmosphärische und zeitlose Gemälde – zwischen Abstraktion und Realismus.

Meine Bilder laden Sie ein, genauer hinzusehen und Orte zu entdecken, die durch offene Pinselführung und leuchtende Farben geprägt sind. Die Landschaft bleibt in meinen Gemälden fragmentiert und dennoch ausdrucksstark. Formen und Farben laden Sie ein, Ihre ganz eigene Landschaft zu finden: Bergblicke, Küstenlinien, lila Lavendelfelder … Wie gehen Sie bei der Entwicklung Ihrer Arbeit vor?

Mein Schaffensprozess beginnt auf Spaziergängen und Wanderungen, bei denen ich in die Landschaft um mich herum eintauche. Dort fertige ich gerne schnelle Plein-Air-Skizzen an. Das Zeichnen direkt nach der Natur gibt mir die Möglichkeit, die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Der würzige Duft der Kiefern. Der dichte Nebel, der das Gras bedeckt. Die Sonne, die die herbstlich gefärbten Bäume hervorhebt. Ich schätze diese Eindrücke und sammle sie als Farbnoten und Formen aus der Natur. Zurück in meinem Atelier übertrage ich diese Skizzen auf große Leinwände. Ich halte den Pinselstrich gerne locker und offen und verwende kontrastierende Pastelllinien, um die Landschaft weiter zu definieren. Wer oder was beeinflusst Sie?

Die Natur inspiriert mich. Meine Liebe zu Bergen, Meereslandschaften oder Wäldern regt meinen kreativen Prozess an und beeinflusst meine Arbeit. Ich genieße die Momente draußen – wo ich in meinem Skizzenbuch Licht und Schatten erforschen und Farbkombinationen kreieren kann, die mich faszinieren.

Werke zeitgenössischer Landschaftskünstler halten meine Neugier aufrecht. Ich liebe es, wie manche Künstler Landschaften nur mit ein paar gestischen Pinselstrichen konstruieren, und die Details realistischer Landschaften faszinieren mich.

Machen Sie uns neugierig. Was planen Sie als nächstes?

Ich möchte die Schätze der Natur in meiner Arbeit weiter erforschen – seien sie klein, verborgen oder schreiend nach Aufmerksamkeit. Ich liebe es, mit verschiedenen Techniken und Materialien zu experimentieren und neue Wege zu finden, mich künstlerisch auszudrücken. Vor Kurzem habe ich die magische Welt der Cyanotypie entdeckt. Ich liebe das unvorhersehbare Ergebnis und die Unvollkommenheit dieser Drucke. In Kombination mit der Verwendung von Gold hat mir diese Technik eine ganz neue Palette an Möglichkeiten eröffnet, die Natur in all ihren Facetten auf Papier zu bringen. Ich freue mich riesig darauf, noch tiefer in kreative Prozesse einzutauchen und Kunstwerke zu schaffen, die die Natur in die Häuser der Menschen bringen. Erfahren Sie mehr über den Künstler:

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