Karine Léger (geb. 1977, Montreal) ist eine autodidaktische abstrakte Malerin mit einem Hintergrund im Grafikdesign. Sie lebt und arbeitet heute östlich von Montreal. Seit wann malen Sie und was sind Ihre Lieblingsmotive ?
Ich hatte schon immer eine besondere Affinität zum Malen und Zeichnen. Seit Anfang der 2000er Jahre entwickelte sich meine künstlerische Vision durch Fotografie, Collage und Malerei. Wie die meisten autodidaktischen Künstler habe ich viel durch Ausprobieren gelernt. Ich nahm auch einige Malstunden in privaten Ateliers.
Ich beobachte gerne meine Umgebung und fühle mich vor allem an ruhige Orte gezogen. Die Idee, Motive zu wiederholen und ein Gleichgewicht zwischen Formen zu schaffen, finde ich sehr reizvoll. Es vermittelt mir ein Gefühl innerer Ruhe. In vielerlei Hinsicht ist meine künstlerische Praxis zu einer Art meditativem Ritual geworden.
Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein neues Werk schaffen? Was kommt zuerst?
Jedes Gemälde beginnt mit einer Skizze. Eine handgezeichnete, collagierte oder digitale Darstellung meines Wunschbildes. Um die verschiedenen Elemente meiner Komposition auszubalancieren, erstelle ich eine Übersicht der Farben und Texturen, die ich verwenden möchte. Bevor ich mich der Leinwand zuwende, studiere ich die Wechselwirkungen zwischen Formen und Farben eingehend, um sicherzustellen, dass sie harmonisch sind. Sobald ich mit meiner Vision zufrieden bin, übertrage ich die fertige Skizze auf die Leinwand und male sie in mehreren dünnen Acrylschichten, wodurch eine Reihe unterschiedlicher Formen, Texturen und Tiefen entstehen. Zwischen den einzelnen Schichten lasse ich die Farbe vollständig trocknen und nutze die Trocknungszeit, um einen Schritt zurückzutreten und das Werk zu beobachten, während es vor meinen Augen entsteht. Woraus schöpfen Sie Ihre Motivation?
Meine Inspirationen orientieren sich an der Natur und allen Deklinationen, die sich aus ihr ergeben. Landschaften werden zu Metaphern und Erinnerungen zu Katalysatoren der Transformation. Sie manifestieren sich in verschiedenen Formen: lebendige Erinnerungen, die Ambivalenz zwischen dem Wunsch, an einem Ort zu bleiben, der uns tröstet, und dem widersprüchlichen Drang nach dem Unbekannten. Auch Poesie und Musik inspirieren mich. Ihr Leben ohne Kunst wäre ...
… unausgeglichen.
Ein Leben ohne Kunst würde eine Leere hinterlassen. Selbstbeobachtung und Verbundenheit würden beeinträchtigt. Für mich dient die Kunst als harmonisierende Kraft, die unserem Leben Ausgeglichenheit verleiht.
Was ist derzeit der beste Kunstort in Ihrer Stadt?
Ich liebe es, die Ateliers meiner Freunde zu besuchen. Das ist immer sehr inspirierend. Ich besuche auch gerne die Kunstgalerien des Belgo Building in der Innenstadt von Montreal und des Montreal Museum of Fine Arts. Erfahren Sie mehr über den Künstler: