Five questions to Martin Kuča

Fünf Fragen an Martin Kuča

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Martin Kuča ist ein in Prag lebender Maler und Designer. Kuča kombiniert traditionelle Pinselstriche mit Spritzern, Tropfen und Kratzern und verwendet dafür unkonventionelle Instrumente wie Schaber, Spieße, Spachtel und andere Pinselalternativen. Besonders faszinierend ist seine Methode, ein zweites Gemälde auf die Leinwand zu prägen, wodurch seine faszinierenden mehrteiligen Werke entstehen. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Kunst war schon immer ein Teil meines Lebens. Meine allererste Erinnerung ist, wie ich und mein Großvater an einem Strand in Kroatien saßen, aufs Meer schauten und er die Landschaft malte.

Außerdem war mein Vater Illustrator und Grafikdesigner und sowohl er als auch meine Mutter sind Architekten.

Während meiner Kindheit besuchte ich verschiedene Kunstkurse, von Malen und Zeichnen über Keramik bis hin zu Klavierunterricht. Schließlich strebte ich eine Karriere im Produktdesign an. Als ich jedoch meine Designfähigkeiten verfeinerte, stellte ich fest, dass es mir mehr um die Lösung geschäftlicher Probleme ging. Ich sehnte mich nach einem kreativen Ventil, etwas Greifbarem und Analogem. Nachdem ich verschiedene künstlerische Wege erkundet hatte, kehrte ich zur Malerei zurück. Das hat mir seit meiner Kindheit immer Spaß gemacht, es ist therapeutisch, es geht um Komposition und Farben sowie darum, sein Handwerk zu verfeinern. Ich liebe es einfach.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Was macht Ihre Kunst besonders?

Kurz gesagt: Ich male mehrschichtige Abstraktionen mit fesselnden flüssigen Silhouetten als Mittelpunkt meiner Kunstwerke. Wie gehen Sie bei der Entwicklung Ihrer Arbeit vor?

Normalerweise beginne ich mit einem bestimmten Konzept, das ich vermitteln möchte – ein Gefühl, einen Moment, eine Erfahrung, eine Meinung, eine Haltung. Ich gehe tief in die Bedeutung dieses Konzepts ein und überlege, wie ich meine Perspektive auf die Leinwand übertragen möchte. Von dort aus stelle ich mir das Endergebnis vor, welche Teile davon dominant sein sollen und wie ich dorthin gelange.

Mir sind die einzelnen Schichten, die zum Endergebnis beitragen, sehr wichtig. Auch wenn ein Teil des Gemäldes irgendwann überdeckt wird, möchte ich, dass jede Schicht für sich steht. Wer oder was beeinflusst Sie?

Hauptsächlich Architektur, Tiere und Natur, Musik, Filme, fremde Kulturen und eigentlich das Leben selbst.

Es sind immer die alltäglichen Erlebnisse, die in mir die Gründe zum Malen wecken, also versuche ich einfach, rauszugehen und Dinge zu unternehmen. Was planen Sie als Nächstes?

Ich bin gerade aus Japan zurückgekommen, und meine kommende Kunst wird diese Erfahrung definitiv widerspiegeln. Japan lag mir schon immer sehr am Herzen, das sieht man meiner Kunst vielleicht schon an. Ich spreche die Sprache sogar einigermaßen, und dieses Jahr war es endlich soweit. Japan wird meine Arbeit für eine Weile am meisten beeinflussen. Instagram