Peter Zunder (geb. 1987) ist ein abstrakter Maler und Bildhauer mit Sitz in Österreich. Mit Pinselstrichen schafft er kontemplative Räume und Strukturen. Elemente der Urban Art und der chaligraphischen Ästhetik spiegeln sich in seinen Werken wider. Er arbeitet in verschiedenen Serien, abstrakte figurative florale Arbeiten oder Skulpturen aus Aluminium oder Bronze gehören ebenfalls zu seinem Oeuvre. Erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Warum sind Sie Künstler geworden?
Schon als Kind habe ich die meiste Zeit mit Zeichnen und Malen verbracht. Es war eigentlich immer Teil meines Lebens, ganz unbewusst. Von Comics und Cartoons über Tags bis hin zu Graffiti. Aber es war nie Kunst, es fühlte sich einfach natürlich an. Im Laufe der Jahre habe ich viele verschiedene Genres und Techniken der Malerei und Bildhauerei kennengelernt. Nach einer sehr langen figurativen Phase ist meine Arbeit heute hauptsächlich abstrakt.
Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein neues Werk schaffen? Was kommt zuerst?
Das Wichtigste für mich ist ein freier Geist und nur gute Stimmung. Ich arbeite in verschiedenen Serien. Bei meiner abstrakten Serie STRREAKS ist eine gute Vorbereitung notwendig. Je nach Farbe werden unterschiedliche Pigmente mit Bindemittel und Wasser gemischt. Danach ruht die Farbe mehrere Wochen im Vakuum. Anschließend erfolgt eine Grundierung mit Gesso auf feinem Baumwollleinen. Die frühen Arbeiten der Serie entstanden mit einem breiten Pinsel. Für die neueren habe ich ein Werkzeug gebaut, das mit einem Stoff überzogen ist, der einfach viel mehr Farbe aufnimmt und der Linie so mehr Tiefe verleiht. Der Malprozess ist jedoch sehr spontan und intuitiv. Obwohl im Nachhinein eine Grundidee vorhanden ist, entwickelt sich immer eine gewisse Eigendynamik. Was können Sie uns über Ihr Studio erzählen, was macht es für Sie besonders und wie beeinflusst es Ihre Arbeitsweise ?
Ich arbeite in einem lichtdurchfluteten Homestudio. Ich lebe quasi im Atelier, was meine Arbeit sehr flexibel macht. Denn ich kann oft spontan zu jeder Tages- und Nachtzeit arbeiten. Da meine Malerei ohne giftige Lösungsmittel auskommt, ist sie für mich die beste Möglichkeit, mit der Kunst zu leben. Gibt es in Ihrem Leben ein Kunstwerk, das Sie besonders beeindruckt hat ?
Ich kann hier kein einzelnes Werk nennen. Es gibt mehrere Künstler, die mich in jungen Jahren stark inspiriert haben, ich denke da an Werke von Nitsch, Kline oder Bacon. Ich würde es nicht auf ein paar Namen reduzieren. Die bildende Kunst bietet ein enormes Spektrum an Inspiration.
Greifen Sie nach den Sternen: Wo werden Sie in 5 Jahren sein?
Im besten Fall kann ich die Reichweite meiner Arbeit erweitern und weiterentwickeln. Gesund und inspiriert zu bleiben und weiterhin von meiner Kunst leben zu können , dafür wäre ich sehr dankbar und zufrieden. Erfahren Sie mehr über den Künstler: