Five questions to Maurice Joosten

Fünf Fragen an Maurice Joosten

Fünf Fragen an Angela Fiammetta Du liest Fünf Fragen an Maurice Joosten 3 Minuten Weiter Fünf Fragen an Nicole Young

Maurice (geb. 1962 in Haarlem, Niederlande) studierte an der Akademie der Schönen Künste in Amsterdam und absolvierte ein Forschungsstipendium/Künstleraufenthalt an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Amsterdam. Über einen Zeitraum von fast drei Jahrzehnten realisierte er zahlreiche öffentliche und halböffentliche Kunstprojekte an verschiedenen Orten weltweit. Seit 2006 erforscht er die Verbindung und Synergie zwischen der visuellen und olfaktorischen Gestaltung eines Raumes. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Mein Weg in die Welt der Kunst verlief schrittweise. Als Teenager sehnte ich mich danach, kreativ zu sein, obwohl Kunst nicht Teil meines Alltags war. Die Einschreibung an einer Kunstakademie veränderte mich; sie offenbarte mir Kunst als ein zutiefst intimes und persönliches Abenteuer. Was mich letztendlich dazu brachte, mich für die Kunst statt für Architektur oder Design zu entscheiden, war das unvergleichliche Gefühl persönlicher Freiheit und Ausdruckskraft, das sie mir bot. Hier ist man sowohl Schöpfer als auch ultimativer Bezugspunkt – eine Dynamik, die mich tief berührte. 

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Was macht Ihre Kunst besonders?

Ich bin bildende Künstlerin und Duftdesignerin. Meine Arbeit integriert die flüchtige und veränderliche Welt der Düfte in die festere und beständigere Welt dreidimensionaler Skulpturen. Ich kreiere Stücke von klein bis groß und komponiere originelle, maßgeschneiderte Naturdüfte für den Einsatz in (halb-)öffentlichen Räumen. In der Rolle eines modernen Alchemisten harmonisiere ich Seh- und Geruchssinn und strebe danach, die wahrgenommenen Barrieren zwischen der materiellen und der immateriellen Welt aufzulösen und eine enge Verbindung zwischen ihnen herzustellen. Meine Skulpturen strahlen Fluidität aus und erinnern an Tanz, Musik und transformative Energie. Sie harmonisieren Stabilität mit Flüchtigkeit und verschmelzen visuelle und olfaktorische Erfahrungen zu einem. Wie gehen Sie bei der Entwicklung Ihrer Arbeit vor?

Mein kreativer Prozess beginnt typischerweise mit einer Reihe von Skizzen, Papierausschnitten und Collagen, die sich durch einen organischen Improvisationsprozess entwickeln. Diese ersten Konzepte werden dann sorgfältig verfeinert und digital optimiert. Anschließend erwecke ich sie in kleinen 3D-Modellen aus Papier oder Ton zum Leben, die sorgfältig um ein Drahtgestell herum modelliert werden. Der Prozess gipfelt in der Fertigstellung des Werks, das entweder aus Metall oder Harz gefertigt wird. Oft arbeite ich gleichzeitig an mehreren Kunstwerken und verfeinere jedes im Laufe der Zeit. Dieser iterative Prozess basiert auf einer Philosophie der Reduktion, einem kontinuierlichen Zyklus der Verfeinerung und der bewussten Entfernung von Überflüssigem, der in der Destillation des Werks auf seine einfachste und wesentlichste Form gipfelt. 

Wer oder was beeinflusst Sie?

Meine Inspiration schöpfe ich aus vielfältigen Quellen, von biomorpher Architektur und fließendem Design bis hin zu den ätherischen Welten von Musik, Tanz und Düften. Letztlich dienen sie mir als Spiegel innerer Erkundung und persönlicher Odyssee. Im Moment der Schöpfung fließen diese unzähligen Einflüsse zusammen und führen zu einer spontanen Manifestation, die durch ein lebenslanges Streben nach Schönheit gefördert wird. 

Was planen Sie als Nächstes?

Ich entwickle derzeit eine neue Kollektion olfaktorischer Skulpturen, mit der ich das harmonische Zusammenspiel zwischen taktilen Formen und meinen Duftkreationen weiter verbessern möchte. Gleichzeitig entwerfe ich eine Reihe filigraner, hängender, mobiler Skulpturen, die eine ätherische Leichtigkeit ausstrahlen und bei der leichtesten Brise anmutig tanzen. Darüber hinaus plane ich die Kreation einer limitierten Auflage von Diffusoren, die sorgfältig gefertigt werden, um ein zeitgenössisches Dufterlebnis zu schaffen. 

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