Five questions to Nicole Young

Fünf Fragen an Nicole Young

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Nicole Young (geb. 1990 in Peterborough, Ontario) ist bildende Künstlerin und Kunstberaterin mit Sitz in Vancouver, British Columbia. Sie erhielt ihren Bachelor of Fine Arts (BFA) in Bildender Kunst und Kunstgeschichte von der University of British Columbia Okanagan und studierte Atelierkunst und Kunstgeschichte an der UCLA. Ihre Arbeit erforscht Materialität aus der Perspektive des Umweltschutzes. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Ich komme aus einer sehr kreativen Familie. Meine Mutter ist Sängerin und Schriftstellerin, mein Bruder ein unglaublich talentierter Musiker. Kreativität wurde bei uns immer gefördert und unterstützt. Ich war schon immer am glücklichsten, wenn ich an einem Projekt arbeiten oder etwas gestalten konnte. Mit etwa 16 Jahren begann ich mit der abstrakten Malerei als einem meiner vielen kreativen Hobbys, und diese Praxis ist mir über die Jahre treu geblieben.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Was macht Ihre Kunst besonders?

Ich beschreibe meine Arbeiten als abstrakte Textilmalerei, wobei manche Stücke eher textil und andere eher gemalt sind. Das Besondere an meiner Arbeit ist, dass ich viele meiner eigenen Pigmente und Farbstoffe aus natürlichen Materialien wie Pflanzen, Mineralien und Lebensmittelabfällen herstelle. So kann ich mich mit der Welt um mich herum verbinden und Abfall im künstlerischen Schaffensprozess reduzieren. Wie gehen Sie bei der Entwicklung Ihrer Arbeit vor?

Ich stelle mir meine Arbeit oft so vor, als würde ich neue Puzzleteile zusammenfügen. Normalerweise beginne ich mit dem Malen auf einer Leinwand auf dem Boden. Sobald die Leinwand trocken ist, schneide ich sie auseinander, ordne die Teile neu an und füge sie mit zusätzlichen Textilien zu einer neuen Komposition zusammen. Ich mache auch viele Kompositionsskizzen, um im Voraus zu planen, welche Textilien ich verwenden werde und ob ich weitere Stoffe färben muss. Wer oder was beeinflusst Sie?

Ich lasse mich stark von der Mode inspirieren – in letzter Zeit eher von kleinen Influencern, Näherinnen und kleinen Modemarken. Ich habe lange in der Modebranche gearbeitet, und das hat meine Entscheidung, Textilien in meine Bilder zu integrieren, stark beeinflusst. Ich finde, dass mit verschiedenen Stoffen so viele Erinnerungen verbunden sind, und das nutze ich gerne, um in meinen Werken unterschiedliche Gefühle hervorzurufen.

Was planen Sie als Nächstes?

Ich arbeite derzeit an Werken für eine Einzelausstellung in der THIS Gallery in Vancouver, die für Januar 2024 geplant ist. Ich arbeite noch an den allgemeinen Themen der Ausstellung, aber ich weiß, dass sie sehr farbenfroh, fröhlich und experimentell sein wird. Und ich denke, die Ausstellung könnte sogar skulpturale Arbeiten enthalten, etwas, das ich seit der Universität nicht mehr wirklich verfolgt habe.

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