Five questions to Natascha Vine

Fünf Fragen an Natascha Vine

Fünf Fragen an Marjorie Thompson Du liest Fünf Fragen an Natascha Vine 4 Minuten Weiter Fünf Fragen an Renee Tohl

Natascha Vine wurde 1991 im niedersächsischen Rinteln geboren und lebt und arbeitet heute in Detmold, Nordrhein-Westfalen. Ihre künstlerische Entwicklung begann mit ihrem Vater, der hervorragend zeichnen konnte, was sie schon immer faszinierte. Trotz gelegentlicher Schwierigkeiten mit ihrem Vater war es meist die Kunst, die sie vereinte. Über einige Umwege schloss sie die Berufsschule als Gestaltungsassistentin (Grafikdesign & Objektdesign) ab und studierte einige Semester Innenarchitektur. Schon früh begann sie, Fotografien zu entwickeln und zu sammeln, die sie in ihre Entwürfe einfließen ließ. Erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Warum sind Sie Künstler geworden?

Bin ich ein Künstler? Ich denke, ich bin auf dem Weg, einer zu werden. Meine Form der abstrakten Kunst ist einzigartig, meine Techniken und Herangehensweisen sind individuell. Mein Ziel ist es, meine fotografischen Arbeiten in etwas Künstlerisches zu verwandeln. Ich möchte Künstler sein und meine Fotografien groß inszenieren und der Welt präsentieren. Denn meine Kunst lässt uns in eine andere Welt eintauchen – eine kleine, oft übersehene Welt des Alltags. „Ich liebe es, wie meine Bilder die natürliche Wahrnehmung trüben.“ Die Vergrößerungen aus der Natur sind teilweise so abstrakt, dass jeder etwas Neues oder Einzigartiges hineininterpretiert. Wenn es mir gelingt, der Natur, die das Kunstwerk an sich ist, eine Bühne zu geben und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dann sehe ich meine Mission erfüllt und mich als Teil dieser Inszenierung als Künstler.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein neues Werk schaffen? Was kommt zuerst?

Wie gesagt, meine Herangehensweise ist anders. Ich gehe raus in die Natur, zu jeder Tages- und Jahreszeit, und tauche ganz in sie ein. Ich beginne, die kleinen Strukturen der Baumrinde, die feinen Linien der Blüten und die Formen, die sich herausbilden, wahrzunehmen. Dann greife ich zur Kamera und halte den Moment fest. Zuhause setze ich meine Arbeit fort, indem ich versuche, die Stimmung und die Farben, die ich in diesem Moment wahrgenommen habe, in das Werk zu transportieren. So wird etwas Unscheinbares im großen Maßstab dargestellt und erhält Raum, sich zu präsentieren. Meine Bilder sprechen ihre eigene Sprache und laden den Betrachter ein, in eine neue Welt einzutauchen. Was können Sie uns über Ihr Studio erzählen, was macht es für Sie besonders und wie beeinflusst es Ihre Arbeitsweise ?

Aktuell arbeite ich als freiberufliche Grafikdesignerin und Kinderyogalehrerin in einem Co-Working-Space, wo auch einige meiner Kunstwerke hängen. Ich schätze den Austausch mit unterschiedlichen Menschen, besonders aber die Arbeit mit Kindern, da sie so voller Fantasie sind und mich inspirieren. Mein Traum ist es aber, irgendwann einmal ein eigenes kleines Atelier zu haben, in dem ich mich voll entfalten kann. Es sollte hell sein und mehrere Ecken haben – eine zum wilden Malen, ohne auf den Boden achten zu müssen, und eine weitere mit meinem Schreibtisch und einem kleinen Kameraset. In einer weiteren Ecke stelle ich mir eine Teeküche mit gemütlicher Lounge-Ecke vor. Ich liebe Tee! Dort würden verschiedene Kräuter zum Trocknen hängen und das gesamte Atelier wäre voller Pflanzen und Blumen. Ein solches Atelier würde meine Arbeit beeinflussen, indem es mir erlaubt, noch kreativer und experimentierfreudiger zu sein. Wer weiß, was alles möglich wäre und welche Werke entstehen könnten! Außerdem würde ich mein Atelier gelegentlich auch für meine Yoga-Kinder öffnen, um ihnen Yoga und Malen praxisnah beizubringen. Gibt es in Ihrem Leben ein Kunstwerk, das Sie besonders beeindruckt hat ?

Das größte Kunstwerk ist die Welt selbst – die Natur und alles, was dazugehört. Das mag ein Klischee sein und mich manchmal sogar überfordern, weil sie so laut und bunt ist und viele Fragen in mir aufwirft. Andererseits schöpfe ich daraus meine Inspiration und Kreativität. Ich sehe die Schönheit, die sie in sich trägt, aber auch ihre Kraft und Geduld.

Greifen Sie nach den Sternen: Wo werden Sie in 5 Jahren sein?

In fünf Jahren sehe ich mich in meinem eigenen Atelier und leite gemeinsam mit meinem Mann, einem Architekten, ein Designstudio. Dort können wir unsere Talente und Kreativität voll ausleben und unsere Vision verwirklichen. Wir möchten wundervolle Orte schaffen, die verzaubern und zum Träumen einladen, denn diese Möglichkeit geht im Alltagsstress oft verloren. Außerdem möchte ich regelmäßig an Ausstellungen teilnehmen und meine Kunstwerke präsentieren. Gerne kollaboriere ich auch mit talentierten Designern. Das wäre sicherlich eine bereichernde Erfahrung. Erfahren Sie mehr über den Künstler:

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