Five questions to Rachael Hartin

Fünf Fragen an Rachael Hartin

Rachael Hartin wurde 1992 in Little Rock, Arkansas, geboren und wuchs dort auf. Vor fast einem Jahrzehnt zog sie schließlich nach Dallas, Texas. Nachdem sie die letzten zehn Jahre in der amerikanischen Wirtschaft gearbeitet hatte, entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Kunst neu und begann ihre autodidaktische Reise. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Als Kind war ich immer ein visuell kreativer Mensch … ob beim Malen, beim Schreiben eines veränderten Tagebuchs, bei Graffiti oder beim Fotografieren. Nach meiner Teenagerzeit verlor ich mich jedoch irgendwie in der täglichen Hektik dessen, was von mir „erwartet“ wurde. Mit 30 begann ich, mein Leben zu überdenken und stellte fest, dass ich seit Jahren kein kreatives Ventil mehr gehabt hatte, und mir war klar, dass sich das ändern musste. Die Erkenntnis kam jedoch langsam. Alles begann mit einem Couchtisch. Ich war seit etwa einem Jahr auf der Suche nach einem neuen Couchtisch, aber alles, was mir gefiel, war einfach viel teurer, als ich bereit war zu zahlen … also baute ich schließlich einfach meinen eigenen. Danach öffneten sich die Schleusen. Dann kamen ein Hocker, ein Fernsehtisch und einige Kunstwerke dazu. Als ich wieder anfing zu malen, erinnerte ich mich daran, was für ein emotionales Ventil es für mich war, und das möchte ich nie wieder vergessen!

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Was macht Ihre Kunst besonders?

Ich wohne in einem Hochhaus mit freiem Blick auf die Innenstadt von Dallas. Der Rhythmus des Stadtlebens inspiriert mich sehr und gleichzeitig verspüre ich eine tiefe Sehnsucht nach der Ruhe der Natur in meiner Heimat Arkansas. Die Kombination aus minimalistischen und maskulinen Elementen mit natürlichen Formen fängt die Essenz der Natur ein und bewahrt gleichzeitig eine klare Ästhetik. Wie gehen Sie bei der Entwicklung Ihrer Arbeit vor?

Versuch und Irrtum! Da ich gerade erst in die kreative Welt zurückkehre, habe ich das Gefühl, dass ich zwar viele Ideen habe, aber noch lerne, sie richtig umzusetzen. Anfangs habe ich hauptsächlich mit Texturen und etwas 3D gearbeitet, jetzt arbeite ich hauptsächlich mit Acryl, dickem Gelmedium und weichen Pastellkreiden. Normalerweise habe ich eine Vorstellung davon, was ich will, bevor ich anfange, aber in 9/10 Fällen ändert sich das, sobald ich die erste Schicht aufgetragen habe. Wer oder was beeinflusst Sie?

Eigentlich alles. Von den Formen auf meinen Sichtbetondecken, Vogelkot auf dem Bürgersteig, Gewittern, Glasreflexionen, Sonnenstrahlen, die durch die Fenster scheinen, usw. Durch das Anzapfen meiner kreativen Seite kann mein Gehirn die alltäglichsten Dinge anders sehen. 

Was planen Sie als Nächstes?

Als nächstes steht eine 5 Meter hohe Akzentwand im Case Building in Deep Ellum an. Außerdem arbeite ich an einer Kollektion, die bei AF Home Interiors verkauft werden soll. Mein nächstes Ziel ist eine Galerievertretung.  Instagram