Susana Cereja ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die sich in den letzten Jahren verstärkt auf Textilien konzentriert. Die 1992 in Portugal geborene Künstlerin und lebt noch immer in Portugal, in der Nähe von Mafra im Distrikt Lissabon. Susana studierte Architektur, Zeichnen und Textil in Portugal, Spanien und Deutschland und arbeitete fünf Jahre als Architektin mit einem der bekanntesten Künstler Portugals zusammen. Sie lebt nun seit sechs Jahren als Künstlerin und hatte im letzten Jahr mehrere internationale Projekte, darunter als Gastkünstlerin bei der Textilkunst-Biennale BIEN in Slowenien. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Ich habe mich schon immer für Kunst interessiert. Schon als Kind habe ich mich für Zeichnen und Malen interessiert. Ich habe viele Bilder gemalt. Und dann kam es ganz natürlich. Später habe ich mich der Architektur zugewandt. Ich habe es geliebt und nie aufgehört, mich mehr mit Zeichnen und Textilien zu beschäftigen, meinem heutigen Schwerpunkt.
Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Was macht Ihre Arbeit besonders?
Manche Leute sagen, ich hätte einen Pop-Stil wegen der Farben; andere meinen, meine Arbeit sei handwerklich geprägt, und das liegt zum Teil daran, dass ich mit einer Jahrhunderttechnik arbeite, der Arraiolos-Wandteppichtechnik, einer portugiesischen Technik aus dem 16. Jahrhundert. Für mich ist meine Arbeit jedoch etwas Besonderes, weil sie ein Liebesprojekt, eine Liebesmarke ist. Ich entwickle nicht nur Kunstwerke, sondern auch Gemeinschaftsprojekte mit meiner Kunst und stifte damit Einfluss auf lokale Gemeinschaften. Wie gehen Sie bei der Entwicklung Ihrer Arbeit vor?
Ich zeichne viel, bevor ich einen Wandteppich anfertige. Ich entwickle immer eine Idee, ein Konzept, indem ich zeichne. Dann fertige ich weitere technische Zeichnungen an (mein Gott, zum Glück bin ich auch Architekt!) und beginne dann mit der Produktion. Aber auch wenn ich die technischen Zeichnungen habe, kann ich jederzeit Änderungen vornehmen und zurückgehen. Wer oder was beeinflusst Sie?
Mehrere! Andy Warhol und David Hockney in Farbe; Picasso über das Zeichnen; Anni Albers in Textilien; Nancy Spero im Ausdruck.
Machen Sie uns neugierig. Was planen Sie als nächstes?
Auf jeden Fall mehr Artist Residency-Projekte weltweit und auch mehr Gemeinschaftsprojekte. Ich bin ein Künstler, der in Lissabon, Portugal, lebt, aber jetzt bin ich in Großbritannien, um ein neues Projekt zu entwickeln. Ich möchte meine Kunst und mein Wissen weltweit verbreiten und mit verschiedenen Menschen an interessanten Projekten arbeiten. Erfahren Sie mehr über den Künstler: